Die Superkombi: Wärmepumpe & Photovoltaik

 

Viel Gutes wurde bereits über Wärmepumpen berichtet. Laut der Studie "Wärmezukunft 2050" der Energy Economics Group der TU Wien soll bis 2050 in jedem zweiten neuen Gebäude eine strombetriebene Wärmepumpe zum Einsatz kommen. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung – weg von einer leider immer noch weit verbreiteten, ineffizienten, Ruß und Staub verursachenden Heiztechnik mittels Kohle, Gas oder Öl. Wenn dann auch noch Sonnenenergie mit ins Spiel kommt, entsteht eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Kombination, die ihresgleichen sucht.

Kostenlose Umweltwärme nutzen

Das Bewusstsein in Bezug auf Umwelt- und Ressourcenschonung ist mittlerweile hoch, Schlagworte wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in aller Munde. Gerade bei großen Projekten wie einer Sanierung oder einem Neubau sind Bauherren gefordert, ein Optimum aus Energieeinsatz und Verbrauch herzustellen. Speziell beim Heizen lässt sich viel einsparen und gleichzeitig in eine umweltfreundliche, energieeffiziente Zukunft investieren. Kostenlose Sonnenenergie und die Wärme aus Luft, Sole oder Wasser zu nutzen ist naheliegend – und mit der richtigen Planung auch unkompliziert realisierbar. Wärme aus der Natur zu beziehen beruhigt also nicht nur das Umweltgewissen, sondern macht auch kostenmäßig richtig Freude. Eine Wärmepumpe vervierfacht nämlich den Input: Aus einem Teil Strom werden vier Teile Wärme.

Antriebsstrom aus Sonnenenergie

Wärmepumpen stellen also zweifellos eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösung dar, um Gebäude mit Raumwärme sowie Warmwasser zu versorgen. Kombiniert man sie mit einer Photovoltaik-Anlage, lässt sich der dafür erforderliche Antriebsstrom selbst erzeugen. Damit reduzieren sich nicht nur der Stromverbrauch aus dem Netz und somit die Betriebskosten, sondern es ermöglicht auch eine größere Unabhängigkeit von der Strompreisentwicklung.

Eigenverbrauch statt Einspeisung

Das Thema Eigenverbrauch wird zunehmend interessanter, da die Entwicklung bei der Einspeisevergütung rückläufig ist. Statt also den selbst erzeugten Solarstrom an den Energieversorger zu verkaufen (und wenig dafür zu bekommen), ist es häufig sinnvoller, ihn selber zu nutzen und mithilfe einer Wärmepumpe in Wärme umzuwandeln und zu speichern. Voraussetzung dafür ist eine intelligente Regelung (Smart-Control), die die Kommunikation zwischen PV-Anlage und Wärmepumpe übernimmt.

Wärmespeicher als sinnvolle Ergänzung

Um die Effizienz der Wärmepumpe in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage weiter zu erhöhen gibt es zahlreiche Speichersysteme. So besteht beispielsweise mit einem zusätzlichen Pufferspeicher die Option, die tagsüber gespeicherte Sonnenenergie dann nachts zum Heizen des Gebäudes zu nutzen, ohne dass die Wärmepumpe in Betrieb ist.

Solarstrom auch zum Kühlen

Als einziges Heizsystem, das auch kühlen kann, spielt die Wärmepumpe in der Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage gerade im Sommer ihre Vorteile aus. Durch die integrierte Kühlfunktion können Wärmepumpen die hohen Stromerträge heißer Sommertage direkt zur Temperierung oder Klimatisierung des Gebäudes nutzen. Die Temperierung erfolgt über die Fußbodenheizung, für die Klimatisierung mit zusätzlicher Entfeuchtung sorgen zusätzlich Kaltwasser-Innengeräte als Luftkonvektoren.

Wichtig ist auf jeden Fall eine gute Planung, die Ihre persönlichen Wünsche und Anforderungen sowie die baulichen Gegebenheiten berücksichtig. Wenden Sie sich damit an einen Experten!

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