Wärmepumpe für einen kühlen Kopf

 

Ja, Sie haben ganz richtig gelesen! Eine Wärmepumpe sorgt nicht nur für Warmwasser oder Behaglichkeit, wenn es draußen kühler wird und die Heizsaison beginnt. Sie kann auch das Gegenteil, nämlich Kühlen. Ohne großen Umrüstaufwand wird die Energie des Bodens für die Temperierung der Wohnräume genutzt. So können Hausherren im Sommer auch bei heißen Außentemperaturen einen kühlen Kopf bewahren. Eine Wärmepumpe hat immer Saison.

Heiß und immer heißer

In der modernen Gebäudeplanung spielt das Thema Raumkühlung eine immer wichtigere Rolle. Mittlerweile wird bereits mehr Energie in die Kühlung als in die Erwärmung von Gebäuden gesteckt! Klimawandel hin oder her – eines ist sicher und auch direkt nachweisbar: Unsere Gebäude werden immer dichter und besitzen eine immer niedrigere Energiekennzahl. Das ist ja auch im Sinne der Ressourcenschonung und Energieeffizienz absolut in Ordnung und erwünscht. Ein Nebeneffekt ist jedoch, dass es im Gebäudeinneren immer heißer wird. Denkt man über eine Klimatisierung nach, müssen zwei Dinge berücksichtigt werden: der Kostenfaktor und die Verfügbarkeit von Energieressourcen. 

Klimaanlage oder Wärmepumpenkühlung?

Wenn im Sommer die Außentemperaturen Höchstwerte erreichen, das offene Fenster auch in der Nacht keine Abkühlung und der Schlaf dadurch keine Erholung mehr bringt, hat das Auswirkungen auf unsere Lebensqualität. Aus dem Urlaub in südlichen Ländern kennen wir sie schon lange – Klimaanlagen, die rasselnd und oft undicht tröpfelnd Tag und Nacht ihr Bestes versuchen, um den Aufenthalt in geschlossenen Räumen erträglich zu machen. Auch wenn es sich dabei um Profigeräte handelt, die geräuscharm und zuverlässig funktionieren, ist die Situation in unseren Breiten eine andere. Es gibt nur ein paar wenige Wochen im Jahr, in denen wir eine solche Anlage auch tatsächlich nutzen. Außerdem werden diese Geräte mit Strom betrieben und so wird einem beim Anblick der Stromrechnung am Ende des Sommers gleich noch einmal heiß. 

Dabei gibt es eine kosten- und energieeffiziente Alternative: Die Wärmepumpe! Beim Kühlen mit einer solchen wird der Raum über die Wasserleitungen des Heizungssystems gekühlt – es werden keine zusätzlichen Wand- bzw. Deckeneinheiten benötigt, wie bei einer Klimaanlage.

Aktiv- oder Passivkühlung?

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten, die je nach gewünschter Kühlleistung bzw. vorhandener Wärmepumpentechnik zum Einsatz kommen können: eine energiesparende Passivkühlung oder eine Aktivkühlung mit höherem Wirkungsgrad. 

Bei der Passivkühlung wird die Temperatur des Erdreichs oder Grundwassers direkt auf die Fußboden- oder Wandheizung übertragen. So bleibt es mit minimalem Aufwand auch in heißen Sommern angenehm kühl und Sie sparen sich den Mehraufwand einer Klimaanlage. Der Einbau ist einfach, Sie brauchen keine Sonderwärmepumpe, freuen sich über geringe Betriebskosten und die zusätzliche Regeneration des Erdreichs. Diese Variante bietet allerdings eine beschränkte Kühlleistung und auch Kühltemperatur.

Anders bei der Aktivkühlung, wo die speziell dafür ausgerichtete Wärmepumpe mitarbeitet und die Sommerhitze ins Erdreich pumpt. Der Heizprozess wird praktisch umgekehrt und führt mit kleinen Umbauten zu einem sehr guten Kühlergebnis. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Noch während Sie kühlen, sorgen Sie für den Winter vor, indem die Wärmeenergie für die kalte Jahreszeit im Boden gespeichert wird. So etwas ist mit herkömmlichen Heizsystemen undenkbar.

Für die höchste Effizienz beim Kühlen sorgt übrigens die iDM-Systemkühlung, bei der es zu keiner Prozessumkehr kommt, sondern eine raffinierte technische Lösung gleichzeitiges Heizen und Kühlen ermöglicht.

Was ist die ideale Variante für mein Eigenheim?

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